Sa

26

Nov

2011

Das Liga-Küken

Unter all den traditionsreichen und alten Vereinen, die in der Kreisliga A Niederrhein beheimatet sind, geht auch ein regelrechtes Küken an den Start: Concordia Oberhausen. Seit drei Jahren kicken die Fußballer aus der unmittelbaren Nähe zwischen Altenberg und Bero in der Kreisliga A. Derzeit formuliert man noch gedämpfte Ziele. Aber in Zukunft soll man noch so einige positive Dinge von der Concordia hören.

Es sind immer und überall die Leute in den Vereinen, die mit Herzblut und Enthusiasmus an die Sache gehen, die ihre Klubs aufrechterhalten und für reibungslose Abläufe sorgen. Diese Menschen, die ehrenamtlich ihr letztes Hemd für ihren Club geben, als Erste kommen und als Letzte gehen, hinter der Theke stehen, Spielberichte ausfüllen, Pausen-Wasser organisieren oder die Trikots ranschaffen. Die Menschen, die bei Wind und Wetter da sind, wo sie gebraucht werden und die nichts dafür verlangen. So ein Mensch ist auch Manolo Dente. Herzblut, Leidenschaft, Einigkeit und Treue, kaum ein anderes Mitglied bei der Concordia ist so vereins-verrückt und so sehr „Mädchen für alles“ wie der eifrige und gleichermaßen junge Betreuer des SV.

Mit Herzblut bei Concordia: Betreuer Manolo Dente.

Manolo Dente ist Sinnbild dieses Vereins, der es nicht immer leicht hatte. Staub abklopfen, weiter machen und gemeinsam etwas erschaffen, das ist die Mentalität von Concordia. Vor rund drei Jahren aus rudimentären Resten von Sardegna und BSV 66 zusammengeführt, schuf man schnell ein stabiles Fundament, um erfolgreich in die Zukunft zu blicken. Drei Senioren- sowie ein Damenteam gehen heutzutage für den Verein an den Start, dazu kommen einige Mannschaften im Jugendbereich. „Ausbaufähig, aber wir bleiben dran“, sagt Manolo Dente. Es ist gemütlich hier, trotz einer nicht abzusprechenden Hektik durch Hauptverkehrsstraßen und Einkaufscenter, hier genießt man Ruhe – auch, wenn man keines der 320 Mitglieder ist. Entweder auf der gepflegten Asche-Anlage, oder aber im Schmuckstück Vereinsheim, das keine Wünsche offen lässt. Hier wird gegessen, gesessen, geredet und gefeiert, kurzum, hier wird Concordia gelebt und hat sein Herzstück. Sportlich läuft es derzeit auch zufriedenstellend für den SV, auch wenn am Sonntag mit Buschhausen 1912 ein dicker Brocken auf der Spielplan-Matte stehen wird. Irgendwann, da will man hier vielleicht von etwas höheren Zielen sprechen. Aber in der Kreisliga A fühlen sich alle derzeit pudelwohl. „Es geht darum, dass wir uns in dieser Liga weiter etablieren“, sagt Manolo Dente, der auch so gerne Betreuer bei Concordia ist, weil hier ein Großteil seiner Freunde und Kumpel dem Leder nachjagen. 

„Concordia ist Familie, wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen. Und wir haben immer eine Menge Spaß zusammen“, so der Betreuer mit dem italienischen Charme. Wer sich von den Jungs der Concordia selber überzeugen möchte, ist immer herzlich eingeladen. Infos gibt es im Internet unter www.sv-concordia.com, trainiert wird immer mittwochs und freitags. „Und sonntags geht dann die Post ab“, sagt Dente mit einem Augenzwinkern.

Der SV Concordia in der Spielzeit 2011 / 2012.

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