Di
10
Jul
2012
Die fetten Jahre sind vorbei - Part III
Halb Mensch, halb Tier, es ist Termipeter 4! Ein Typ wie Arnold Schwarzenegger verdunkelt an diesem Morgen den Sportpark Stadtwald. „I´ll be back“ hatte er nach dem Wiegen in der vergangenen Woche angekündigt – und Recht behalten. Aus dem heiligen St. von Nazareth te Heesen ist binnen acht Tagen eine Maschine geworden, eine Maschine des Willens und der puren Kraft! Ein Abnehm-Monster, das nicht wie der echte, gegen te Heesen mittelschwer weibisch wirkende Original-Terminator aus dem Kino „Deine Schuhe, Deine Jacke und Deine Hose“ will, sondern von seinem Gegner Czeranski nur eins: „Deine Ehre, Deinen Mut und Deine Zuversicht!“ Und es drängt sich die Frage nach dem heutigen Wiegen auf: Ab wieviel ist eigentlich Schneider…?
Wie er da steht, mit aller Kraft und allen Kanonen dieser Erde reingeschossen in seine nichtmals mehr haut-, sondern knochenengen Sport-Klamotten, da wirkt Holger Czeranski wie ein Vertreter von AEG oder Bauknecht, der die Waschtrommel gleich selber gefressen oder geschluckt hat. Man hätte ihm schon vor langer, langer Zeit seine männlichen Geschlechtsmerkmale pink anmalen können, Czeranski hätte es bis heute nicht gemerkt – dieser globus-umfassende Wanst gibt einfach keinen Blick mehr nach unten frei.
Der Gang auf die Waage des dicksten Mannes der Welt wird begleitet von den Klängen des Musikers Beck: „I´m a looser Baby, so why don´t you kill me…?“ 112,4 Kilogramm stehen da unerbittlich und lassen auch Trainer Stefan Wentzel erstmals zweifeln. „Der wird es nie packen, er hat keinen Respekt vor sich selbst, keinen Antrieb und keinen Mumm in den Knochen. Würde mich nicht wundern, wenn er nächste Woche wieder beim Ausgangsgewicht ist.“ Naja, das hat „Der Wentzel“ nicht direkt so gesagt, vielleicht auch nichtmals indirekt – aber Verwunderung und mindestens eine leichte Enttäuschung sind in seinem Blick zu sehen, als er gebetsmühlenartig wiederholt: „Bis zum 1. September ist noch viel Zeit, erst dann sind die Kälber fett. Obwohl hier schon ein Kälbchen recht fett ist“, so der Wentzel. Und das hat er wirklich gesagt. Denn neben Czeranski sieht Peter te Heesen aus wie der junge Johnny Weismüller des Mineralwassers, mehr noch: Peter te Heesen ist der Enrico Palazzo des Abnehmens. So schnell wird aus Pummel-Peter der Porno-Pidder. Und der rotzt in Siegerpose eine fantastische 109,3 in die Waage. Noch Fragen? Eigentlich keine, so langsam nähern wir uns dem Schneider. Immerhin, Czeranski probiert es nun mit Spinning, um wenigstens wieder den Anschluss an Enrico te Heesen herzustellen. Ob es was bringt, das sehen wir am kommenden Montag, wenn pünktlich um neun Uhr wieder die Waage ruft…







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